Häusliche Gewalt – Self Care Sunday

UN Women sagt: Jede dritte Frau erlebt im Verlauf ihres Lebens physische oder sexualisierte Gewalt – zumeist innerhalb, oft aber auch außerhalb einer Partnerschaft, sexualisierte Belästigung nicht inbegriffen. In einigen Regionen erleiden sogar bis zu sieben von zehn Frauen physische oder sexualisierte Gewalt.*

Self Care Sunday 51 – Häusliche Gewalt und Selbstfürsorge

Der Self Care Sunday ist ein Symbol für die Fürsorge für unsere eigene Person, für das Wohlbefinden in unserem Körper, für die Entfaltungsmöglichkeiten unseres Geistes und die Ausgeglichenheit unserer Seele. Wenn wir gut für uns selbst sorgen, dann sind wir in einem Gleichgewicht und fühlen uns gut. Die unersetzliche Grundlage, um gut für uns selbst sorgen zu können, ist ein freies, unversehrtes Leben. Gewalt aber zerstört diese Grundlage!   

Gerade in Zeiten der Pandemie befinden sich die Menschen in einer besonderen Belastungssituation. Durch den Lockdown verbringen Paare mehr gemeinsame Zeit zuhause. Eine wirtschaftlich unsichere Lage führt zu einer generell angespannten Haltung. Und durch die Beschränkungen des öffentlichen Lebens sind Frauen aus potenziell gewalttätigen Beziehungen weniger sichtbar für das Umfeld.

Die Zahlen zeigen, dass seit dem Ausbruch von Covid-19 Frauen und Mädchen mehr und heftiger von Gewalt betroffen sind. In Großbritannien gibt es seit dem Lockdown dreimal so viele zuhause getötete Frauen, in Frankreich stieg die häusliche Gewalt um 30% und das Hilfetelefon in Deutschland reportet 20% mehr Anrufe. Dabei ist die Dunkelziffer hoch, denn wer mit dem Täter zuhause sitzt, kann nur sehr schwer Hilfe holen. Quelle

Häusliche Gewalt kann jeden von uns treffen

Häusliche Gewalt durch den eigenen Partner kann jeden von uns treffen. Dich, deine Freundin, deine Schwester, deine Nachbarin, deine Kollegin… vollkommen unabhängig, ob die Beziehung erst 6 Monaten oder schon 20 Jahre dauert. Unabhängig von der sozialen Schicht, dem eigenen Einkommen, dem Bildungsstand oder dem Karrierestatus.

Gewalt äußert sich nicht nur durch körperliche oder sexuelle Übergriffe, sondern auch wenn der (Ex)-Partner

  • seine Partnerin beleidigt und vor anderen schlecht macht.
  • ihr Eigentum beschädigt.
  • ihr droht, sie oder Kinder, Verwandte, Haustiere zu verletzen.
  • ihren Kontakt zu anderen unterbindet.
  • sie daran hindert, das Haus zu verlassen.
  • ihre Ausgaben kontrolliert.
  • sie nach einer Trennung belästigt oder terrorisiert.

Hilfe bei häuslicher Gewalt

Die wichtige Botschaft: wenn du von häuslicher Gewalt betroffen bist, geh den ersten Schritt zu mehr Selbstfürsorge und lass dir dabei helfen, Wege aus der häuslichen Gewalt zu finden!

Das Hilfe-Telefon unterstützt in Not-Situationen telefonisch oder via Chat in 17 Sprachen und Gebärdensprache.

Wenn du das Gefühl hast, dass eine Frau aus deinem Umfeld betroffen ist, findest du hier Informationen, wie du helfen kannst: 

Mehr Mut zum Reden

Aufmerksamkeit für das Problem häuslicher Gewalt

Gerade jetzt besonders wichtig: für Aufmerksamkeit sorgen, dass es Wege aus der häuslichen Gewalt gibt. Wenn du also nicht selbst betroffen bist, aber trotzdem helfen möchtest, kannst du an der Aktion #schweigenbrechen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November teilnehmen.

Es ist ganz einfach: Drucke dir das angehängte Aktionsschild aus, mach ein Selfie und poste es unter #SchweigenBrechen ab dem 16. November in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Instagram. Dadurch trägst du dazu bei, dass möglichst viele Frauen auf das Hilfsangebot aufmerksam werden.

Wir wünschen dir einen guten Start in die neue Woche. Pass gut auf dich und deine Mitmenschen auf!

*Quelle: https://www.unwomen.de/informieren/beendigung-der-gewalt-gegen-frauen.html

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